DER TEST | WAS IST AIDS | HIV IN DEUTSCHLAND | FAQ´s
DER TEST
Beim HIV-Test wird das Blut auf Antikörper (Abwehrstoffe)
gegen HIV untersucht.
Diese bilden sich innerhalb der ersten 3 Monate nach
einer Infektion.
Deshalb ist ein Test erst 3 Monate nach dem Infektionsrisiko
wirklich aussagekräftig
Sinnvoll ist ein HIV-Test wenn
Sie ein Infektionsrisiko eingegangen sind
Sie den Wunsch nach ungeschütztem Geschlechts-
verkehr haben
Sie sollten sich vor einem Test persönlich beraten lassen,
da dieser Schritt für Sie sehr persönliche Fragen aufwerfen
kann
Hier können Sie sich persönlich oder anonym beraten lassen
AIDS-Hilfe BGL 02202/458181
AIDS-Telefonberatung der BZGA 0221 - 89 20 31
Hier können Sie sich testen lassen
beim Hausarzt (nicht immer kostenfrei)
beim Gesundheitsamt
Das Gesundheitsamt Bergisch Gladbach bietet
Dienstags und Freitags von 8.00 - 11.00 Uhr die
AIDS-Beratung und den kostenlosen HIV-Test an.
Gesundheitsamt BGL
Am Rübezahlwald 7
51469 Bergisch Gladbach
Telefon: 0 22 02 / 13 22 11
Fax: 0 22 02 / 13 10 26 96
E-Mail: gesundheitsamt@rbk-online.de
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WAS IST AIDS ?
Was ist AIDS ?
AIDS (Acquired Immune Deficiency Syndrom - erworbenes Abwehrschwächesyndrom)
Durch die vom HI-Virus ausgelöste Schwächung des körpereignen Abwehrsystems treten schwere Erkrankungen auf.
Was ist HIV ?
HIV (Human Immundefekt Virus)
Der HI-Virus befällt die Zellen des körpereigenen Abwehrsystems, vermehrt sich, und setzt die Abwehrzellen außer Funktion.
Was passiert nach der Infektion ?
Einige klagen über Fieber, Hautausausschlag und Drüsenschwellungen als erste Anzeichen wenige Wochen nach der Ansteckung.
Die meisten HIV Infizierten Menschen bleiben über viele Jahre beschwerdefrei.
Infizierte Menschen können vom ersten Tag an andere anstecken, obwohl der
Virus erst nach ca. 3 Monaten im Blut nachweisbar ist.
Dauerhaft schwächt der HI-Virus das Immunsystem.
Wie erkennt man eine Infektion?
Eine HIV-Infektion kann man niemanden ansehen.
Der Nachweis kann nur durch Blutuntersuchungen im Labor erfolgen.
AIDS-Erkrankungen kann nur der Arzt erkennen.
Gibt es eine Schutzimpfung?
Noch gibt es keinen wirksamen Impfstoff.
Die Forschung beschäftigt sich aber intensiv mit dem Thema.
Wie wird der Virus übertragen?
Der HI-Virus befindet sich vor allem in Blut, Samen, Analsekret
Muttermilch und Scheidenflüssigkeit.
Gelangt eine dieser stark virushaltigen Körperflüssigkeiten in die Blutbahn
eines anderen Menschen, kann die Infektion weitergegeben werden.
Dies kann vor allem durch die gemeinsame Nutzung von Spritzen ( Blut-
zu-Blut-Kontakt ) oder ungeschützten Geschlechtsverkehr ( Übertragung
über die Schleimhäute an Penis Scheide und Enddarm ) geschehen.
Kinder von infizierten Frauen können im Mutterleib, während der Geburt,
und beim Stillen angesteckt werden.
Geringe Virusmenge in Speichel, Tränenflüssigkeit und Kot führen nicht
zur Ansteckung.
Was ist besonders riskant?
Der häufigste Ansteckungsweg ist der ungeschützter Geschlechtsverkehr
Insbesonders Anal-( Darm- )vehrkehr und Vaginal-( Scheiden-)verkehr,
sowie die gemeinsame Nutzung von Spritzen.
Was führt nicht zur Infektion?
Der HI-Virus ist außerhalb von lebenden Zellen und Körperflüssigkeiten
sehr empfindlich.
Der HI-Virus wird nicht über die Luft weiter verbreitet.
Nicht möglich ist eine Ansteckung im alltäglichen Umgang
- Husten / Anniesen
- beim gemeinsamen Spiel
- Benutzen von Geschirr, Gläser, Tassen und Besteck
- Benutzen von Toiletten, Handtüchern und Bettwäsche
- beim Besuch von Schwimmbädern
- beim Küssen
- durch Mücken, andere Insekten oder andere Tiere
Bei Einhaltung der Hygienemaßnahmen besteht keine Ansteckungsgefahr
- im Krankenhaus, beim Arzt oder Zahnarzt
- bei Akkupunktur, Friseur, Maniküre, Pediküre, Piercing und Tätowieren
- beim Blutspenden
Wie kann man sich schützen?
Keine Blut-Blut-Kontakte im unkontrollierten ( nicht-medizinischen ) Bereich.
- Einmalhandschuhe zur Versorgung von blutenden Wunden
- keine gemeinsame Nutzung von Spritzen ( Einwegspritzen benutzen )
- keine Blutsbrüderschaften
Kein ungeschützter (=ohne Kondom oder Femidom) Geschlechtsverkehr
mit Personen, die nicht mit Sicherheit virusfrei sind.
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HIV IN DEUTSCHLAND
| Gemeldete HIV/AIDS-Fälle |
| Stand Ende: 2008 Quelle: Robert Koch Institut |
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FAQ`S
Was muss ich tun, um mich nicht zu infizieren ?
Es reicht wenn ich mir merke:
Keine Blut-Blut-Kontakte im unkontrollierten (nicht-medizinischen ) Bereich
d.h.: Einmalhandschuhe zur Versorgung von blutenden Wunden
Keine gemeinsame Nutzung von Spritzen ( Einwegspritzen benutzen )
Keine Blutsbrüderschaften
Kein ungeschützter ( = ohne Kondom oder Femidom ) Geschlechtsverkehr mit
Personen die nicht mit Sicherheit Virusfrei sind
Ist das Testergebnis sicher ?
Ja, es sind bisher keinerlei Lücken in der Zuverlässigkeit des Test bekannt.
Vorsicht ist jedoch geboten. Der Test macht lediglich eine Aussage über die
getestete Person vor 12 Wochen, nicht über den Ist-Zustand. Er bietet daher
keine 100%ige Sicherheit zur Durchführung eines ungeschützten Verkehrs.
Was ist geschützter Geschlechtsverkehr ?
Geschlechtsverkehr gilt als "geschützt", wenn ein Kondom oder ein Femidom (Kondom für die Frau) verwendet wird. Man schützt sich dadurch vor allen
sexuell übertragbaren Krankheiten.
Was ist "safer Sex" ?
Safer Sex könnt man als eine Art Oberbegriff für jede Art von sicherem
Sexualverhalten zur Minderung des Risikos einer HIV-Übertragung durch
Sexualkontakte bezeichnen.
Wie viele Infizierte gibt es in Bergisch Gladbach ?
Von Bergisch Gladbach alleine gibt es keine genaue Zahl. Im Durchschnitt
sind es weniger als ein Promill der Bevölkerung, wobei die Zahlen in
Großstädten höher sind als in ländlichen Gebieten.
Wer mehr wissen will, kann das beim Robert-Koch-Institut erfahren unter
www.rki.de >Infektionskrankheiten > HIV/Aids > Epidemiologie.
Dort gibt es Zahlen nach allen möglichen Kriterien aufgesplittet.
Können sich Männer und Frauen gleichermaßen beim
Geschlechtsverkehr anstecken ?
Ja, wobei allerdings die Viruslast im Sperma höher ist als in der
Vaginalflüssigkeit
Woran merke ich, dass ich infiziert bin ?
Die meisten Menschen merken ihre Infektion nicht. Das kann viele Jahre so
bleiben. Manche Menschen haben einige Wochen nach der Infektion
grippeähnliche Symptome, wobei natürlich nicht jede Grippe ein Anzeichen
der HIV-Infektion ist.
Sicherheit kann nur ein HIV- Antikörpertest (in der Umgangssprache oft
Aidstest genannt) geben.
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